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Peter Rogall Mein Name ist Peter Rogall.
Ich bin 46 Jahre jung, verheiratet, 3 erwachsene Kinder und wohne in Neumarkt in der Oberpfalz.

Stand Oktober 2009

Im August 2008 wurde bei mir ein “schwergradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom” festgestellt.

 

Ich schnarche schon seit vielen Jahren,

ich kann nicht einmal sagen wie viele Jahre das schon so ist. Ich habe jetzt und auch frueher immer gut geschlafen, hatte keine Probleme beim Einschlafen und fuehlte mich am Morgen erholt und ausgeschlafen. Von der Schnarcherei habe ich nichts mitbekommen. Meine Kinder haben mich mehrmals mit dem Handy aufgenommen aber ich habe es nie ernst genommen.

Am meisten aber stoerte ich mit dem Schnarchen natuerlich meine Frau. Das Schnarchen begann sofort wenn ich eingeschlafen war. Abhilfe brachte es meistens wenn ich mich auf die Seite drehte. Aber irgendwann legte ich mich im Schlaf wieder auf den Ruecken und schon ging es wieder los. Meine Frau machte sich schon seit langem Sorgen, weil sie bemerkte, dass ich im Schlaf sehr oft zu Atmen aufhoerte (bis zu einer halben Minute) und diese Pause mit einem um so lauteren Schnarchgeraeusch “quittierte” Ihr Appell mich zum Arzt zu begeben ignorierte ich einfach. Ich hielt es einfach fuer harmlos.

Dann kam der Tag an dem ich des gemeinsamen Schlafzimmers verwiesen wurde ...

Sie hielt es nicht mehr aus und bat mich im Gaestezimmer zu schlafen (und endlich zum Arzt zu gehen).

Auch meine Freunde machten sich schon Sorgen. Ich bin mit meinen besten Freunden oefter mal bei Zelten. Mein lautes Schnarchen stoerte sie zwar weniger aber auch Ihnen sind meine Atempausen aufgefallen.

In einem Krankenhaus (ich war da nur zu Besuch) traf ich einen Patienten, der ebenfalls Schlafapnoeiker ist. Mit ihm habe ich mich darueber unterhalten und er meinte ich solle das untersuchen lassen. Er zeigte mir sein Therapiegeraet, also eine nCPAP- (Luft-Kompressor) MASKE. Dieses Teil will man natuerlich nicht freiwillig jede Nacht aufsetzen und so verdraengte ich das Thema wieder einmal. Ich dachte mir, was soll ich mit so einer komischen Maske ? Mir fehlt doch nichts. Ich schlafe doch super ! Und wegen so was zu einem Arzt gehen oder in ein Schlaflabor ? So waren meine Gedanken dazu ...
In Wirklichkeit ist es wohl vor allem Bequemlichkeit. Man hat im Alltag so viel Stress um sich herum und alles ist scheinbar wichtiger und geht vor. Und dann auch noch in irgendwelchen Wartezimmern rumsitzen ? NEIN DANKE (dachte ich immer)

Aber ich hatte die Rechnung ohne meine liebe Frau gemacht ...

Zuerst schleppte sie mich zum HNO-Arzt. Dieser pruefte erst mal ob in meinem Mund, Rachen, Hals irgend etwas unnormal ist. Es haetten z.B. die Polypen sein koennen oder irgendwelche Verengungen im Rachenraum. Da war aber alles soweit in Ordnung.
Der HNO-Arzt verwies mich nun zu einem Lungenfacharzt . Dieser checkte meine Lunge durch (Lungenfunktionstest in einer Messkammer, Roentgen) und verordnete mir ein Schlafapnoe-Screening (ein Aufzeichnungsgeraet, welches zu Hause ueber Nacht um die Brust geschnallt wird misst z.B.den Atemstrom an Mund und Nase, Sauerstoffsaettigung des Blutes und Pulsfrequenz, Koerperlagesensor zur Bestimmung der Schlafposition usw.
Das Ergebnis wird am Tag darauf mit einem Computer ausgewertet und der Arzt weiß dann was zu tun ist.

Das Ergebnis war also nun - Schwergradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom - mit gemessenen 525 Atempausen innerhalb 7 1/2 Stunden und Atemaussetzern bis zu 27 Sekunden.

Als naechstes bekam ich Adressen von umliegenden Schlaflaboren. Ich suchte mir das naechst gelegene Schlaflabor aus (Rummelsberg) und bekam auch mit etwas Glueck ein paar Tage spaeter schon einen Termin.

  • Am 1. Tag im Schlaflabor musste ich erst um 16.00 Uhr erscheinen. Es wurde in der ersten Nacht wieder ein Screening durchgefuehrt, allerdings war dieses Messgeraet schon ein groeßeres Kaliber (wieder ein Messgeraet um die Brust und viele Strippen zu den Messelektroden die am ganzen Koerper verteilt waren).
  • Am 2. Tag wurde ich wieder verkabelt (Screening) und weil die Aerzte meinten, dass wenn ich auf der Seite schlafe, waeren die Probleme nicht so schlimm. Zu diesem Zweck bekam ich eine Jacke, in der auf dem Ruecken eine Schaumstoffrolle eingenaeht war. Diese “Zwangsjacke” sollte mich also dazu zwingen auf der Seite zu schlafen. Allerdings waren hier wohl doch noch die Aussetzer (Apnoen) und das Schnarchen zu beobachten und ich schaffte es wohl unbewusst (im Schlaf), mich doch immer wieder auf den Ruecken zu drehen.
  • Am 3. Tag bekam ich dann ein nCPAP-Geraet. Nach einer gruendlichen Einweisung musste ich also eine Nacht damit und natuerlich wieder voll verkabelt ueberstehen. Dies klappte auch gut und es wurden keine Aussetzer mehr beobachtet. Nun wurde ich nach Hause entlassen.

Die “Maske” ist eigentlich gar nicht so schlimm wie ich dachte ...

Bereits seit dem ersten Tag hatte ich eigentlich kein Problem mit der nCPAP-Maske. Ich trage sie seitdem jede Nacht. Das Geraet arbeitet sehr leise, man hoert es fast nicht.

Und das beste ist, (außer dass ich jetzt weiß, dass ich nun wirklich einen erholsameren Schlaf habe und meine Sauerstoffversorgung gewaehrleistet ist) dass ich nun wieder im heimischen Schlafzimmer einziehen durfte und der Ehefrieden wieder hergestellt ist !

Weiter Info auf der Homepage von Peter Rogall

Peter Rogall
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